Bettye LaVette

02. Apr

Bettye LaVette

"And still I rise" - Abschlusskonzert

So, 20.00 Uhr, Kulturfabrik

Von ihren Fans wird sie „Lady des Soul“ genannt - sie selbst sieht sich einfach nur als jemand, der Rhythm ’n` Blues singt. „Das ist, was ich bin, Baby!“, sagt Bettye LaVette. Wir laden zum großen Finale mit einer echten „Grande Dame“!

Bettye LaVette, 70 Jahre jung, ungemein zierlich und dabei mit einer Power für drei gesegnet, besitzt eine der ausdrucksstärksten und emotionalsten Stimmen im Soul, die wie guter Wein mit den Jahren immer noch besser geworden ist. Nach vielen Höhen und Tiefen in ihrer 54-jährigen Karriere wurde sie für ihre jüngsten Alben gefeiert und mit Preisen überhäuft. Nach zwei Grammy-nominierten Alben - durch ihre fantastische 2010er CD „Interpretations“ wurden auch wir auf sie aufmerksam - meldete sich sie sich Anfang 2015 mit dem von Joe Henry produzierten Album „Worthy“ zurück und wurde für einen weiteren Grammy nominiert. Darauf interpretierte sie kongenial Songs bekannter Größen wie Mick Jagger, Keith Richards, Bob Dylan, John Lennon oder Paul McCartney.

Bettyes Stimme beinhaltet das ganze Spektrum von sanft bis wild. Stolz und Verzweiflung liegen nahe beieinander, überlagern sich zuweilen. Ihr raues Organ, dessen bitterer Grundton im weiblichen Soulgesang einzigartig ist, gerät in Glut, bricht dazwischen unvermittelt ab, als hätte das harte Leben Kerben in ihren Stimmbändern hinterlassen.

Die Sängerin aus der Automobil-Metropole Detroit greift auf ein reiches Repertoire aus Blues- und Soul-Songs zurück. Ihre nähere Heimatregion und der dort entstandene Motown-Sound der 1960er waren sicher der passende Platz für die Wiege einer zukünftigen Soul-Diva. Jedoch folgt sie, wie etwa mit „Nights In White Satin“, nicht nur ihrer persönlichen Vorliebe für Soul & Blues, sie findet auch Platz für Covers von Stücken von Pink Floyd („wish you were here“) oder Led Zeppelin („all of my love“ entstand nach Robert Plants Einladung, ihn 2010 auf seiner Tour zu supporten). Kein Wunder, dass „Worthy“-Produzent Joe Henry über sie sagte: "In jedem Song findet Bettye den Faden, mit dem sie ihn zunächst auftrennen kann. Dann näht sie alles wieder zusammen, bis die Geschichte jedes Songs auf wundersame Weise auch ihre eigene erzählt. `Worthy´ ist die herausragende Errungenschaft einer einzigartig talentierten Künstlerin."
Eine große Stunde schlug der Sängerin 2009, als sie gemeinsam mit John Bon Jovi zu Barack Obamas Amtseinführung die Hymne der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung „a change is gonna come“ vor mehr als 400.000 Menschen sang.
Die Zeiten ändern sich leider auch zum Schlechten – doch Bettye LaVette bleibt standhaft und proklamiert: „And still I rise“. Wir fühlen uns geehrt, mit dieser großartigen Persönlichkeit unser Festival beschließen zu dürfen.

„Bettye LaVette now rivals Aretha Franklin as this generation´s most vital soul singer.“ (The New York Times)

"Like all voices, mine has changed over the years. I'd like to think that the change has to do with wisdom. I'm far more selective about what songs I'll sing. If I can't re-sculpt them and, in many instances actually reinvent them to be part of my story, I can't make them come to life." (Bettye LaVette)

 

Foto-Copyright: Clay Patrick McBride

 

http://www.bettyelavette.com/