Künstler

Doppelkonzert
Bjørn Berge
Alvin Youngblood Hart´s Muscle Theory

Optisch könnten sie nicht unterschiedlicher sein: Das erste Bluestage-Doppelkonzert in diesem Jahr spannt mit Bjørn Berge und Alvin Youngblood Hart zwei Extreme zusammen - nicht ohne Grund: Zwar bezeichnen sich beide als Blueser, doch den Drang zur Rebellion gegen starre Kategorisierung und unstillbare stilistische Neugier treibt sie immer wieder zu neuen Ufern an.


Bjørn Berge

Interview (pdf)

Ein Mann, so rauh und imposant wie die Westküste Norwegens, von der er stammt: Nur mit seinen Gitarren (und scheinbar 50 Armen und Beinen) bewaffnet zieht Bjørn Berge in seine atemberaubende musikalische Schlacht.

Der unverkennbare Stil des ausschließlich als Solokünstler auftretenden Musikers kommt am besten zur Geltung, wenn er mit seinen Gitarren und seinem Stompcase auf der Bühne steht und seiner Leidenschaft freien Lauf lassen kann. Diese Leidenschaft empfindet Berge nicht nur für den Blues; Seine Interpretationen von Metal bis Crossover (u.a. von Audioslave, Black Sabbath, Metallica, Motorhead, Red Hot Chili Peppers, Everlast) zeugen von einer fulminanten Wucht, die den Blues mühelos ins 21. Jahrhundert transportiert und ihm eine unverwechselbare neue Stimme verleiht. Sowohl Bjørns letztes Studioalbum "Im the Antipop" als auch das 2008er Live-Album wurden passenderweise vom legendären Indie-Label "Rough Trade" veröffentlicht. Live ist der 40jährige gnadenlos, hinterlässt benommene und beeindruckte Zuschauer. Roth wird keine Ausnahme sein.


Alvin Youngblood Hart´s Muscle Theory

Er ist unberechenbar im besten Sinn des Wortes: Alvin Youngblood Hart passt in keine stilistische Schublade. Extra für die Bluestage unterbricht er die Gary-Moore-Tournee, bei der er als Support-Act dabei ist.

Er klingt wie der kosmische Adoptivsohn von Link Wray und Howling Wolf. Die Musik des Mannes aus Memphis/Tennessee ist tief im Blues des Südens verwurzelt, aber Alvin Youngblood Hart´s Stimme und seine Gitarre, geschärft am harten Rock, verfeinert mit dem Schmelz des Soul, geerdet durch das Zeitlose des Folk, erzählen wahrhaft universale Geschichten. Für sein Debütalbum "BIG MAMA'S DOOR" erhielt er einen W.C. Handy-Award als bester neuer Künstler und zwei Auszeichnungen des Magazins LIVING BLUES. Sein musikalisch nächster Schritt irritierte nicht wenige Blues-Puristen: auf seiner CD "TERRITORY" kombinierte er Folk mit Acidrock-Gitarren, Ska mit Captain Beefheart. Weitere Alben und Auszeichnungen pflasterten bis heute seinen Weg, auch von berühmten Kollegen: So gehören Eric Clapton und Mick Taylor zu den Gitarristen, die vor Alvins Saitenarbeit den Hut ziehen. Den vorläufig letzten Höhepunkt seiner Karriere setzte er 2005 mit der eigenproduzierten CD "Motivational Speaker". In den letzten Jahren hatten seine europäischen Fans nicht allzu häufig Gelegenheit, Alvin live zu sehen. Grund genug, sich auf diesen außergewöhnlichen Abend gleich doppelt freuen zu können.



Mittwoch, 1. April
20 Uhr, Kulturfabrik
VVK 19,- € / AK 22,- €


Änderungen vorbehalten


www.bjorn-berge.com
www.alvinyoungbloodhart.net
 
Bjørn Berge
Alvin Youngblood Hart´s Muscle Theory